Wir haben fertig! Endlich! Muss ich sagen. Nachdem mir ja der David während der Drehzeit das Bloggen verboten hat (ich denk aus purem Neid, weil er keinen so schönen Blog hat), werd ich jetzt mal eine kurze Zusammenfassung dieser aufregenden und auch sehr anstrengenden Tage publizieren.
Stehen geblieben bin ich, glaub ich, bei der plötzlichen und explosiven Erhebung (Erpressung) einer Locationmiete. Nachdem David die Leute auf 100,- insgesamt heruntergehandelt hat, weil ja extra ein Techniker kommen muss, um die Zeituhr umzustellen ( °_O ), standen wir um 23:30 auf Location und waren gerade dabei unsere ersten Szenen zu drehen. Ca. 4 Sek. aktueller Filmzeit bereits im Kasten - Licht aus. Das ging auch nicht mehr an. Handy des Technikers - aus. Naja, wir haben bis um halb eins gewartet und uns dann entschlossen lieber Schlaf zu tanken. Bzw. die Schauspieler Schlaf tanken zu lassen.
Wir, das Produktionsteam, nenne ich es mal (also David, die göttliche Anna und ich), saßen schon zu nachtschlafender Zeit wieder im nächsten Caféhaus. Dort warfen wir mal gemütlich den ganzen Drehplan über den Haufen. Ausgehend davon, dass wir nun drei Drehtage in zwei pressen mussten und außerdem von der Erkenntnis beflügelt, dass das von David gezeichnete Storyboard und meine Einstellungsliste aufgrund der Distanz nicht ganz kongurent sind, werkten wir dort stundenlang bis uns die Köpfe platzten. Dann begann aber erst der eigentliche Arbeitstag bis um ca halb 5 in der Früh. Sonntag im wesentliche das gleich in grün, mit minimal mehr Schlaf.
Wir waren also ziemlich fertig als wir dann am Sonntag um ca. 6 Uhr früh die Schauspieler vom Waschsalon Richtung Westbahnhof verabschieden durften. (Es befinden sich in meiner Wohnung übrigens noch: ein Babyduschgel, ein Handyladestecker und noch irgendwas)
Nun die Entscheidung: 2h Schlafen und um 8 Uhr das Equipment zurückbringen oder gleich durchmachen. Während des Überlegens, ob dieser Problematik hat sich im Zuge der allegemeinen Nachproduktionsheiterkeit die Sonne entschlossen aufzugehen und auch der erste Hahn krähte bereits. Also ab zum Taxi und auf zum Verleih. Die Episode in der der David 200m vorm Ziel plötzlich wirklich, wirklich dringend aufs Klo musste, spar ich mir jetzt erstmal. Auch mein sehr seriöses Image beim Verleihservice haben wir mit unserem Auftretten dort eventuell etwas Schaden beigefügt. Was uns nicht daran gehindert hat danach bis um 15 Uhr im Rüdigerhof die Produktion mit etlichen Herrengedecken (ja auch für die Anna) ausklingen zu lassen. Ich muss dazu sagen, dass wir neben etlichen Equipmenttaschen auch noch einen Stuhl und zwei Hocker mitschleppten. Leider hab ich kein Foto gemacht, wie wir damit mitten am Tag bei klirrender Sonne auf einer belebten Kreuzung sitzen. Es bleibt also dem geneigten Leser überlassen sich dies bildlich auszumalen. Ein "makingof"-Video haben wir natürlich auch im Rüdigerhof gedreht (mit erstaunlich ruhiger Kameraführung für diesen Promillelevel), das werd ich allerdings nur auf persönlicher Anfrage rausrücken, da es doch vllt etwas zu extrem für die allgemeine Öffentlichkeit ist.
So gehabt euch wohl, es hat Spass gemacht, hat uns gefordert und wieder einiges beigebracht. Ich hoffe das Ergebnis spricht dann auch für sich. Bis zum nächsten Mal!
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